
Die in Deutschland noch relativ junge Sportart ist gerade für Arbeitshunde ein wunderbarer Ausgleich für sämtliche Power-Sportarten, denn Obedience erfordert viel Disziplin und eine große Sorgfalt in der Ausbildung. Sorgfalt deshalb, weil - wie bereits auf der Agility-Seite erwähnt - Mudis sensibel sind und weder Druck noch Härte beim Training verzeihen!Die Grundvoraussetzung ist natürlich zu allererst die Begeisterung beim Hundeführer! Wer sich unter Obedience langweiliges und monotones Bei-Fuß-Gehen mit ein bisschen Sitz und Platz und Apportieren vorstellt, wird kaum einen Hund damit hinter dem Ofen hervorlocken.
Obedience muss dem Menschen wirklich Spaß machen, nur dann kann der Funke auf den Hund überspringen!
Obedience ist vielseitig und abwechslungsreich, es gibt quasi keine Übungen, die dem Mudi nicht liegen. Apportieren und Suchen kann er spielend, ein Sprung über eine Hürde ist ein Klacks für ihn und wenn er weiß, wo es lang geht, lässt er sich auch blitzschnell vorausschicken und genauso schnell abrufen. Einzig nachteilig könnte sein, wenn er bei Übereifer zu lauten Kommentaren neigt - leider wird das in Prüfungen wenig toleriert, aber das hält sich meist in Grenzen, wenn gezielt auf stilles Ausführen der Übungen hingearbeitet wird. Und selbst wenn mal ein Begeisterungs-Kläff ertönt - Hauptsache der Hund hat Spaß ;-)
Mudis sind sehr empfindsam und sie sind bereit, alles mit Begeisterung für ihren Menschen zu tun und sie lernen schnell - allerdings verknüpfen sie auch schnell Situationen, in denen eigentlich tolle Dinge mit Stress verbunden sind. Das "Reparieren" solcher Misserfolge ist langwierig, manchmal unmöglich - daher lohnt es sich, solche Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden!